Montag, 07.12.20 - Zoom | 11:00 Uhr

Online-Symposium Willy Brandts Kniefall und der Warschauer Vertrag

Meilensteine in den deutsch-polnischen Beziehungen

Organisatoren: Amicus Europae-Stiftung, Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung, Friedrich-Ebert-Stiftung, Deutsches Polen-Institut

Das Bild vom knienden Bundeskanzler Willy Brandt am 7. Dezember 1970 vor dem Denkmal der Helden des Warschauer Ghettos ist als Ikone in das politische Gedächtnis eingegangen. Und auch der am gleichen Tag unterzeichnete Warschauer Vertrag markiert einen Meilenstein in den deutsch-polnischen Beziehungen, aber ebenso eine Kreuzung ganz unterschiedlicher Entwicklungspfade, ist Endpunkt und Neuauftakt zugleich.

 

Das Online-Symposium möchte sich mit den verschiedenen Perspektiven auf diese Ereignisse auseinandersetzen und darüber hinaus nach ihrer Relevanz für aktuelle politische Herausforderungen fragen. Wo liegen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der westdeutschen, ostdeutschen und polnischen Perspektive auf den Kniefall und die Unterzeichnung des Warschauer Vertrags, und wie haben sich diese Perspektiven im Laufe der Zeit verändert? Welche Bedeutung kommt dem Kniefall heute noch für die deutsch-polnischen Beziehungen zu, auch im Hinblick auf aktuelle historische Streitfragen? Welchen Stellenwert besitzt der Warschauer Vertrag als wichtiger Bestandteil der Ostpolitik gegenwärtig für den Umgang mit nichtdemokratischen Staaten und freiheitlich orientierten Zivilgesellschaften?

 

 

Programm

 

Ablauf

 

Eröffnung und Begrüßung

 

Aleksander Kwaśniewski, Präsident der Republik Polen (1995–2005)

Wolfgang Thierse, Kuratoriumsvorsitzender der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung und ehem. Präsident des Bundestags (Videobotschaft)

 

Zwei Narrative, ein Symbol und ein europäischer Erfolg:
Wie gelang der Durchbruch?

 

Prof. Dr. hab. Adam Daniel Rotfeld, ehem. Außenminister der Republik Polen, ehem. Präsident des SIPRI-Instituts

Karsten Voigt, ehemaliger Koordinator für Transatlantische Beziehungen der Bundesregierung und MdB

 

Wie unterscheiden sich die westdeutsche, die ostdeutsche und die polnische Perspektive auf den Kniefall und die Vertragsunterzeichnung? Wie war der Blick auf die Entspannungspolitik Willy Brandts? Wie haben sich diese Perspektiven und Wahrnehmungen im Laufe der Zeit verändert?

 

Runder Tisch

 

Welche Hinweise gibt Willy Brandts Entspannungspolitik für die Bearbeitung politischer Herausforderungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts?

 

Prof. Dr. Agata Włodkowska-Bagan, Jan-Kochanowski-Universität Kielce

Klara Geywitz, stv. Bundesvorsitzende der SPD und Vorstandsmitglied der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit

Prof. Dr. Peter Oliver Loew, Direktor des Deutschen Polen-Instituts

Janusz Reiter, ehem. Botschafter Polens in Deutschland und in den USA

 

Der Warschauer Vertrag und Willy Brandts Kniefall:
Was bleibt von der Ostpolitik für die heutige Politik in Europa?

 

Dr. Nils Schmid MdB, Außenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag

Andrzej Szejna, Abgeordneter des Sejm, stv. Vorsitzender des SLD für internationale Angelegenheiten

 

Kontinuität und Brüche: Wie steht es aktuell um die deutsch-polnischen Beziehungen? Die Entspannungspolitik als Wegbereiter der Einigung Europas: Welche Bedeutung besitzt sie heute? Die Neue Ostpolitik: Welche (falschen) Lehren bietet die Geschichte für aktuelle Herausforderungen?

 

Moderation: Dr. Agnieszka Łada, stv. Direktorin des Deutschen Polen-Instituts

 

 


Video-Aufzeichnung

Friedrich-Ebert-Stiftung
Vertretung in Polen

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Polen

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